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Anregungen

    Ich bin unterwegs

    Smart Cities und die neue Mobilität


    Die effiziente, sichere und nachhaltige Fortbewegung von Menschen, Fahrzeugen und Gütern in Städten ist eine enorme Herausforderung im Zeitalter der wachsenden Urbanisierung. Es ist daher nicht überraschend, dass Städte intelligente Infrastrukturen für die Mobilität aufbauen, die durch das Internet der Dinge (IoT = Internet of Things) unterstützt werden.

    Tatsächlich wird die wirtschaftliche Lebensfähigkeit einer Stadt, ganz zu schweigen von ihrer Lebensqualität, zunehmend davon abhängen, genau dies zu tun.
     

    Hier sind einige vielversprechende Anwendungen für die Mobilität in Smart Cities.

    Weniger Strassen, die sicherer sind


    Wir alle kennen die Gefahren im Strassenverkehr, zumindest theoretisch. Verkehrsunfälle fordern einen hohen Tribut: Weltweit gibt es jedes Jahr weit über 1,3 Millionen Verkehrstote.
     

    Doch was wäre, wenn Smart City Applikationen die Strassen sicherer machen könnten? Interaktive Verkehrsschilder könnten einen Unterschied machen. Genauso wie datengesteuerte und IoT-fähige Wartungssysteme für Strassen, die dafür sorgen, dass Schlaglöcher oder andere gefährliche Mängel auf der Fahrbahn vermieden werden.

    Das Vorrecht des Autos überwinden

     

    Häufig kann es besser sein, generell auf den Bau neuer Strassen zu verzichten, da dieser mit vielen negativen Auswirkungen verbunden ist. 

     

    Setzen Sie auf Stadtbahn- und U-Bahnsysteme der nächsten Generation.

    Sie ermöglichen es den Städten, die unerwünschten Folgen des Strassenverkehrs zu vermeiden: Umweltverschmutzung, neue Verkehrsprobleme und die zunehmende Abhängigkeit vom Automobil.

     

    Eine Analyse des Beratungsunternehmens EY zeigt, dass Städten mit fortschrittlichen Wirtschaftssystemen in smarte Infrastruktur-Lösungen investieren sollten. Dadurch können die Betriebskosten gesenkt, die Lebensdauer des Systems verlängert und die Transportkapazität erhöht werden. Und zwar ohne neue Investitionen in Fahrzeuge oder Bahntechnik. In wirtschaftlich aufstrebenden Ländern können solche Lösungen die Produktionskapazität steigern. Mobilität ist hier der Schlüssel zu einer nachhaltigen, urbanen Wirtschaft und sie hat einen enorm positiven Effekt auf die Umwelt.
     

    Dies sind Kernpunkte, gerade weil die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte oft schwierig ist. Gleichzeitig ist es wichtig, dem Klimawandel zu begegnen und den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Es geht nicht darum, dass eine Regierungsbehörde eine neue und teure Flotte von U-Bahn-Wagen bestellt. Das wäre eine Lösung des zwanzigsten Jahrhunderts. Vielmehr geht es darum, den Zugverkehr zu optimieren. Mit weniger, besseren und günstigeren Bahnen, die mehr Menschen schneller befördern.

    Freier Transport von Waren


    In der Smart City werden sich Waren flexibler denn je bewegen. Es wird einfacher sein, den komplexen internationalen Versand und Handel zu optimieren, wenn die verschiedenen Transportmittel besser koordiniert werden können, z.B. die auf dem Seeweg ankommenden Güter mit den Lastwagen und Zügen, die sie zum Zielort bringen.

    Smarte Transportpaletten können beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und andere Informationen über die von ihnen beförderten Güter liefern. So können die Logistikingenieure besser einordnen, was zuerst an Land kommen sollte. Kann eine Lieferung mit frischem Obst noch an Bord eines Containerschiffes bleiben, oder sollte sie sofort entladen werden?

    Neben der Ausstattung mit den leistungsfähigsten und effizientesten Navigationsgeräten könnten Lkw smarte Ladeeinheiten transportieren und smarte Anhänger ziehen. Beide werden ihre Ladungen selbst wiegen und Gewichtsinformationen an die beteiligten Akteure und Behörden senden. Der zeitraubende Prozess und die endlosen Schlangen an den Wiegestationen werden der Vergangenheit angehören.

     

    Auch im Leben des Durchschnittsbürgers werden sich Änderungen ergeben. IoT-basierte Drohnen und Roboter werden viel dazu beitragen, das Problem der "letzten Meile" zu lösen. Sie bringen z.B. die Kartons mit den Windeln direkt an die Haustür der Personen, die sie wirklich brauchen, ohne die Strassen mit zusätzlichem Verkehr zu belasten.

    Gesündere Möglichkeiten, sich fortzubewegen


    Dann ist da noch das Vorhaben, es den Menschen leichter zu machen, sich in städtischen Umgebungen auf umweltfreundlichere und gesündere Weise zu bewegen - etwa auf dem Fahrrad oder zu Fuss.
     

    Wenn sich die smarte Infrastruktur für den Verkehr in Städten verbessert, werden z.B. auch die Angebote für Bike Sharing besser. Wenn der öffentliche Personennahverkehr verspätet ist, kann das Fahrrad eine Alternative sein. Mit einem Multi-Pass für öffentliche Verkehrsmittel kann jeder Bürger unkompliziert zwischen Verkehrsmitteln wechseln und an sein Ziel gelangen.
     

    Detaillierte Daten über den Fahrradverkehr, die von Sensoren und Kameras auf den Strassen gesammelt werden, stehen den Planern zur Verfügung. Sie können Vorhersagen über die Nachfrage vor Ort treffen und dafür sorgen, dass an den Mietstationen genügend Fahrräder verfügbar sind. Verbesserte Prozesse führen so zu einer bedarfsgerechten Bereitstellung. Für den Nutzer wird es einfacher, zu reservieren, zu bezahlen und freie Stellplätze für das Fahrrad zu finden.
     

    Die intelligente Stadt bietet auch Vorteile für eine weitere Hauptfigur im öffentlichen Raum: den Fussgänger. In den USA ist New York City die Fussgängerstadt schlechthin. Die städtischen Behörden nutzen die Möglichkeit des IoT, um Daten über den Fahrzeugverkehr und die Fussgängerströme zu sammeln. So machen sie das Leben für Fussgänger sicherer.

    Den Weg für Menschen mit Behinderungen ebnen


    Was ist mit Menschen, die behindert sind?
     

    Eine smarte Verkehrsinfrastruktur kann anpassungsfähige Navigationsdienste bieten und behinderten Menschen helfen, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zu den ersten Innovationen gehört die Verwendung von Informationen über Gefälle (Steigung), um kartenbasierte Navigationssysteme und behindertengerechte Routen zu ermöglichen.

     

    Eine intelligente Verkehrsinfrastruktur, die Menschen mit besonderen Einschränkungen helfen kann, ist ein nächster Schritt. Zum Beispiel für Personen mit Atemwegserkrankungen, um Gebiete mit hoher Feinstaubkonzentrationen zu vermeiden. Oder sehbehinderte Menschen, die von einer zusätzlichen Beleuchtung profitieren könnten.
     

    Und das ist nur der Anfang. Die intelligente Stadt ist ein echtes Phänomen und wird noch viele Veränderungen mit sich bringen, die uns erst nach und nach klar werden. Denken Sie über effiziente und smarte Netze zur Wasser- oder Stromversorgung nach. Über IoT-basierte Parkleitsysteme - nie mehr einen Parkplatz suchen! Oder über Notrufsysteme, die für schnelle und reibungslose Abläufe sorgen.

     

    Für viele dieser Lösungen wird übrigens das öffentliche Beleuchtungssystem eine grosse Rolle spielen. Wo könnte man Zehntausende von Sensoren besser platzieren, als ein paar Meter über dem Boden an den Masten der Strassenbeleuchtung? Diese Masten stehen bereits zu Tausenden in unseren Kommunen und sind elektrifiziert. Eine ideale Infrastruktur.

    Die Herausforderungen sind politischer Natur

     

    Natürlich gibt es eine Reihe von Herausforderungen für den Aufbau einer Smart City.

     

    Eine ist politisch. Oftmals sind Pilotprogramme notwendig, um das Potenzial von Smart City Initiativen zu ermitteln und sie an das jeweilige Umfeld anzupassen. Doch ein Pilotprogramm wird naturgemäss nur ein kleines Gebiet abdecken und nur einen Bruchteil der Bevölkerung betreffen. Solange diese Programme nicht ausgeweitet werden, können sie zu Spannungen führen, weil nur ein kleiner Teil der Bürger profitiert.
     

    Eine weitere Komplikation besteht darin, dass Smart City Projekte oft von privaten Investoren und der Industrie vorangetrieben werden. Der Übergang von einer privaten Investition, die den Kapitalgeber für seinen Unternehmergeist belohnt, zu einer Übergabe der Technologie an die Zivilgesellschaft ist nicht einfach.

     

    Und dann stellt sich da noch die Frage, welche Behörden überhaupt zuständig sind und eingebunden werden müssen.


    Der frühzeitige Austausch von Informationen trägt oft dazu bei, Unstimmigkeiten zu überwinden. Glücklicherweise ist eine smarte Verkehrsinfrastruktur gut geeignet, um dazu beizutragen. Kommunikation spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Bürger für bestimmte Projekte zu begeistern. Die Ergebnisse von Pilotprojekten sind sehr wichtig. Beispielweise Forschungsarbeiten über autonomes Fahren, die zeigen, dass selbst eine kleine Anzahl dieser Fahrzeuge einen grossen Einfluss auf die Verkehrseffizienz haben kann. Ein weiteres Beispiel ist der Landkreis Miami-Dade im US-Staat Florida. Er bietet seine Bürgern im Rahmen des Projektes „Miami-Dade City of Tomorrow Challenge" eine Plattform, auf der sie sich einbringen können.

    Politische Entscheidungsträger sollten sich nicht scheuen, die Möglichkeiten einer smarten Infrastruktur auszuspielen oder ihre Forderungen mit konkreten, transparenten Daten zu untermauern. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass die Bürger auf das reagieren, was eine smarte Infrastruktur für sie tun kann, und sogar bereit sind, ihre Gewohnheiten zu ändern, um das Beste aus diesen Möglichkeiten zu machen. Die Menschen sind bereit, ihre Konsumgewohnheiten zu ändern, z.B. wenn sie von der Verwaltung ihrer Kommunen detaillierte Informationen darüber erhalten, welche Einsparpotenziale vorhanden sind.

     

    Eine smarte Verkehrsinfrastruktur bietet Politikern die Chance, die Lebensqualität zu verbessern und das wirtschaftliche Potenzial durch Mobilitätsangebote zu steigern. Und vor allem: die Bürger in die Diskussion einzubeziehen. Es wird spannendere Themen zu besprechen geben, als Schlaglöcher, schlechte Verkehrsverbindungen und ähnliche Dinge, die sonst im Fokus stehen. Trotzdem wird die smarte Infrastruktur einer Stadt auch für diese automatisch eine Lösung bereithalten.

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