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Anregungen

    Die Zukunft des Arbeitsplatzes

    5 wichtige Dinge für die Neuorganisation von Arbeitsplätzen


    Unternehmen müssen umdenken, wenn sie das Büro neu konzipieren. Mitarbeiter haben andere Erwartungen an ihren Arbeitsplatz. Innovationen in der Gebäudetechnik führen zu Veränderungen in den Arbeitsabläufen und verbessern die Arbeitsbedingungen.

     

    Die COVID-19-Pandemie erhöht die Geschwindigkeit, mit der sich Unternehmen anpassen und verändern müssen. Telearbeit und Home Office sind für viele zu einer echten Option geworden. Gleichzeitig müssen die Unternehmen nun überlegen, wie sie ihre Arbeitsräume an das "neue Normal" anpassen können. Die Umgestaltung des Arbeitsplatzes ist nicht länger ein Aushängeschild für einen modernen Arbeitgeber - sie ist eine Notwendigkeit. Jetzt besteht die Möglichkeit, Arbeitsbereiche in ein Umfeld zu verwandeln, das den Mitarbeitern sicher, hilfreich und attraktiv erscheint. In einen Ort, zu dem sie gerne kommen würden, egal ob sie dazu verpflichtet sind oder nicht.

     

    Hier sind fünf Dinge, die Unternehmen beachten sollten, wenn sie den Übergang zu einer neuen Arbeitsform vorbereiten.

    1. Arbeitsplätze müssen das Engagement der Mitarbeiter und ein ganzheitliches Wohlbefinden unterstützen


    Die Idee vom Büro der Zukunft ist ganz einfach: Glückliche und zufriedene Mitarbeiter sind produktiver. Die Maximierung von Zufriedenheit und Wohlbefinden hat daher „Prio 1“ bei der Neugestaltung von Büroflächen.

     

    Da Glück und Zufriedenheit jedoch schwer zu definieren sind, werden sich Unternehmen zunehmend auf Standards und Referenzen stützen, um zu überprüfen, ob ihre Büros optimal auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten sind. Und um zu beurteilen, wie wohl sich die Mitarbeiter dort fühlen.

     

    Das in Atlanta ansässige International WELL Building Institute (IWBI) verwaltet die WELL-Zertifizierung, den globalen Standard für personenzentrierte Räume, der hier eine wichtige Rolle spielen wird. Die Zertifizierung umreisst Referenzwerte für die Verfügbarkeit von Licht, sauberem Wasser und sauberer Luft. Ausserdem berücksichtigt sie verschiedene Bereiche wie zum Beispiel Aufenthaltsräume, die der mentalen und emotionalen Gesundheit dienen.

     

    Das IWBI fördert nun auch Gespräche und entwickelt Strategien für die Vorbereitung und die Beständigkeit von Arbeitsplätzen in der COVID-19-Ära. Solange die Ansteckungsgefahr anhält, werden Zufriedenheit und Komfort zum Teil davon abhängen, ob sich die Mitarbeiter sicher fühlen. Ob sie darauf vertrauen können, dass Arbeitgeber und Gebäudebetreiber angemessene und wirksame Massnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens ergreifen.

    2. Am Arbeitsplatz muss intelligente Gebäudetechnik zum Einsatz kommen


    Das Internet der Dinge (Internet of Things = IoT) durchdringt die Arbeitswelt immer mehr. Zwischen 2014 und 2019 stieg der Anteil der Unternehmen, die IoT-Technologie nutzen, von 13 auf 24 Prozent. Bis 2023 wird sich die Zahl der vernetzten Geräte, die weltweit im Einsatz sind, im Vergleich zu 2018 fast verdreifacht haben.

     

    Im Büro von heute sind vernetzte Geräte häufig Bestandteile von Systemen, die auf integrierten Plattformen basieren. So werden Büros möglichst benutzerfreundlich gestaltet und gesteuert. Die vernetzten Geräte sind mit Sensoren ausgestattet, die Daten sammeln. Diese werden von Analyseprogrammen genutzt, die mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten. Gebäudemanager können von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren und Prozesse verbessern.

     

    Wie muss man sich eine Plattform für ein Smart Building vorstellen? Im Prinzip als eine Ansammlung von verschiedenen Systemen, die als eigenständige Säulen funktionieren: ein Lüftungssystem, ein Fenstersystem, ein Heizsystem, ein Beleuchtungssystem.

     

    Doch in einer gut konzipierten Plattform für Smart Buildings funktionieren diese Säulen nicht isoliert: Sie tauschen Daten aus und können wechselseitig reagieren, je nachdem welche Bedingungen vorliegen oder welche Faktoren miteinander kombiniert werden. Als Ganzes betrachtet, funktioniert ein gut durchdachtes Smart Building wie eine dynamische Maschine. Eine Maschine, bei der die Daten sowohl als Schmiermittel als auch als Kraftstoff dienen. Und die der Mensch von einem integrierten Dashboard aus steuern kann, das auf einem PC, Tablet oder einem ähnlichen Gerät zugänglich ist.

     

    Wenn man darüber nachdenkt, was ein solches intelligentes System leisten kann, sind die Möglichkeiten unbegrenzt. Hier ein Beispiel: Die integrierte Sensortechnologie kann die Temperaturen in verschiedenen Bereichen eines Bürogebäudes messen, während die Sonne über den Himmel wandert. Kommt die Information über die Temperatur beim Fenstersystem an, kann es entsprechend reagieren und die Jalousien nach Bedarf schliessen oder öffnen. Gleichzeitig kann das Beleuchtungssystem auf das reagieren, was es aus den Daten erfährt und das Licht im Büro dimmen, wenn die Menge des verfügbaren Tageslichts einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Auch die Heizung kann ihre Leistung verringern, so dass Bereiche am Fenster nicht übermässig warm werden und Energiekosten eingespart werden.

    3. Arbeitsplätze müssen flexibel und anpassungsfähig sein


    Die COVID-19-Pandemie hat viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten. Das hat zu einer wachsenden Akzeptanz der Idee geführt, dass das Büro nicht unbedingt ein definierter und statischer Ort in einem Bürogebäude sein muss, in dem man den Grossteil jedes Arbeitstages verbringt. Stattdessen kann das "Büro" überall dort sein, wo Arbeitnehmer über zuverlässige Technologien verfügen, mit denen sie sich vernetzen können - mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten etc.

     

    "Office-as-a-service (OaaS)" ist der Begriff, der dieses neue Modell beschreibt. Und so "virtuell" dieses Modell auch sein mag, Unternehmen könnten es nutzen, um die realen Büroräume zu optimieren, in die ihre Mitarbeiter am Ende der COVID-19-Krise mit grosser Wahrscheinlichkeit zurückkehren werden.

     

    Wenn Unternehmen das Büro nicht mehr als statischen Ort betrachten, wird es zu etwas Formbarem, das sie besser an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter anpassen können. Arbeitsbereiche wie z.B. Grossraumbüros können neu gedacht und multifunktionell gestaltet werden: für individuelles Arbeiten, zur Entspannung, für schnelle Meetings oder grosse Zusammenkünfte. Technologie kann diese Flächen flexibel und anpassungsfähig machen: Die Beleuchtung von definierten Bereichen kann situationsgerecht angepasst werden. Aus einem Ruhebereich wird der perfekte Platz für ein Brainstorming. Oder eine coole Location für eine Team Event zum Feierabend. Und wenn Büromöbel und weiteres Equipment modular aufgebaut sind, lassen sich Büroflächen viel flexibler gestalten. 

     

    Räume an sich bestimmen vielleicht nicht die Unternehmenskultur, aber sie haben eine messbare Wirkung. Eine flexible und anpassungsfähige räumliche Umgebung kann eine flexible und anpassungsfähige Unternehmenskultur fördern.

    4. Arbeitsbereiche sollten die Natur berücksichtigen


    Wenn man die Bürolandschaft weltweit betrachtet, so ist festzustellen, dass Büros die Natur weitgehend ausgrenzen. Oft sind sie dunkle und manchmal sogar fensterlose Zonen mit künstlicher Beleuchtung und Umluftzufuhr. Ein "Innenraum", der gegen den "Aussenraum" abgedichtet ist. 

     

    Aber die wachsende Zahl umweltfreundlicher Gebäude bezeugt, dass die Designer die Natur nicht länger aussen vor lassen wollen. Das "biophile" Büro verspricht, in Zukunft zum Standard zu werden. Es integriert natürliche Elemente, die gezielt das Wohlbefinden des Einzelnen verbessern und das Unternehmens als Ganzes unterstützen.

     

    Terrassen, begehbare Dächer, Innen- und Aussengärten sowie Fassaden und Wände, die ein angenehmes Mass an Licht durchlassen… Das sind einige der Dinge, die das biophile Büro bieten kann. Mit Solarenergie, Regenwassernutzung und anderen erneuerbaren Ressourcen werden solche Bürogebäude die Luft und das Wasser weniger belasten. Die Belüftungssysteme werden Staub (und sogar Viren) aus der Luft entfernen. Zum Bauen werden recycelte oder wiedergewonnene Materialien verwendet. Das Bürogebäude wird leiser sein. Und ästhetisch ansprechend, was wiederum einen emotionalen Mehrwert für seine Benutzer mit sich bringt.

    5. Arbeitsplätze müssen eine umfassende Inklusion und die Personalisierung ermöglichen


    Die Menschheit hat einen langen Weg zurückgelegt, um ihre Lebensräume für Menschen mit Behinderungen, für ältere Mitbürger und andere Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich zu machen.

     

    Das Büro der Zukunft wird diesen Prozess fortsetzen, weil die Bereitstellung von Dienstleistungen zu einem integralen Bestandteil der Planung wird. Wir werden grosse und kleine Innovationen sehen, wie zum Beispiel Stühle mit bequemen Griffen, Fahrstuhltüren, die bei Bedarf länger geöffnet bleiben können, verbesserte Handläufe im Treppenhaus, leuchtende piktografische Navigationsschilder und vieles mehr.

     

    Die IoT-Technologie wird dafür sorgen, dass jeder Arbeitsplatz individuell und anforderungsgerecht gestaltet werden kann. Die Arbeitsplätze von Menschen mit schwächerem Sehvermögen benötigen möglicherweise intensiveres Licht - ebenso wie die Arbeitsplätze von Menschen mit gutem Sehvermögen, deren Arbeit präzises Hantieren mit kleinen Teilen erfordert.

     

    In allen Arbeitsbereichen wird eine auf den Menschen abgestimmte Beleuchtung die Bedingungen für jeden Einzelnen verbessern und so ein angenehmes Ambiente schaffen. Eine Beleuchtung, die den Arbeitsalltag des Menschen unterstützt, wird zum Standard werden. Intelligente Beleuchtungssysteme können automatisch für das richtige Beleuchtungsniveau sorgen: Zum Beispiel für aktivierendes kaltweisses Licht am Morgen, das dann am Nachmittag in ein beruhigendes, warmweisses Licht übergeht. Ein Zugewinn für alle Mitarbeiter.

    Über den Autor

    Peter Duine ist Global Subsegment Director for Offices bei Signify
    Peter Duine ist Global Subsegment Director for Offices bei Signify. Er startete vor 26 Jahren als Ingenieur in den Forschungslabors von Philips. Vor 16 Jahren wechselte Peter Duine zu Philips Lighting, wo er als Entwickler tätig war. Er leistete Pionierarbeit in der Lichttechnik und entwickelte Lampen und Vorschaltgeräte für Beleuchtungssysteme.

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